Bühne für die Besten – der Louisdor-Preis

„Dieses Pferd ist ein Geschenk! Er hat einen Charakter für eine 15 und Potenzial am Höchstmaß.“ 

Dieses ‚Geschenk‘ heißt Viva Gold OLD und hat unter Isabell Werth beim Al Shira’aa Deutsches Spring- & Dressur Derby 2025 für einen Paukenschlag im Grand Prix-Viereck gesorgt: Sieg in der Einlaufprüfung, Inter II, mit 74 Prozent, Sieg im Louisdor-Grand Prix mit fast 77 Prozent. In der Anrecht-Investment Dressurarena feierte das Paar mit diesem Doppelsieg seinen allerersten gemeinsame Turnierauftritt. Ein Senkrechtstart!Auch in diesem Jahr bietet Hamburg wieder eine wunderbare Bühne für Deutschlands beste Grand Prix-Nachwuchspferde, auch in diesem Jahr trägt der Louisdor-Preis eine Etappe in Hamburg aus.

Hamburg ist die zweite von fünf Louisdor-Etappen 2026. Dass sie das Zeug zum ‚Wegweiser‘ hat, hat sie im vergangenen Jahr bewiesen: Hamburg-Sieger Viva Gold hat nicht nur sieben Monate später das Finale für Deutschlands beste Grand Prix-Nachwuchspferde in der Frankfurter Festhalle gewonnen, der Ausnahmehengst hat die Saison 2026 zudem mit seinem ersten internationalen Turnier im März in Herning begonnen und Grand Prix und Special mit 77,5 und 79 Prozent dominiert. Wow! Inzwischen erwähnt Werth den zehnjährigen Vivaldi-Sohn sogar schon als Option für die Weltmeisterschaft in Aachen, sollte die Nummer 1A im Stall, Wendy de Fontaine, ein Backup brauchen. Eine Grand Prix-Karriere, die in Hamburgs Louisdor-Etappe großartig begann und steil weiterging. 

Olympisches Sprungbrett

2007 wurde die Nachwuchsserie für acht- bis zehnjährige Grand Prix-Nachwuchspferde als Pilotprojekt von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ins Leben gerufen. Seit 2012 ermöglicht die Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung die Serie und gab ihr den Namen ‚Louisdor-Preis‘. Louisdor war das letzte Dressurpferd, mit dem Klaus Rheinberger an Turnieren teilnahm und seine letzte S-Dressur gewann. Etliche Championatspferde sind bereits aus dieser Serie ‚entsprungen‘. Gleich der erste Sieger des Serienfinals, Floresco unter Patrik Kittel (SWE), ging ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Hongkong an den Start. Dablino, Finalsieger 2009 unter Anabel Balkenhol, trabte 2012 ins olympische Viereck von London ein. Diva Royal, Finalsiegerin 2011 unter Dorothee Schneider, gehörte 2012 zum deutschen Olympiateam, das Silber gewann. Dann Weihegold – unter Beatrice Hoffrogge dominierte sie das Finale 2014 in der Frankfurter Festhalle, zwei Jahre später wurde sie Mannschafts-Olympiasiegerin unter dem Sattel von Isabell Werth. Und natürlich TSF Dalera BB, die viermalige Olympiasiegerin von Jessica von Bredow-Werndl, die im Finale 2017 die Ehrenrunde anführte. Prominente Beispiele, die für die Bedeutung des Louisdor-Preises stehen.

Enorme Leistungsdichte

Ende April ist die Serie in Hagen a.T.W. in ihre 20. Saison gestartet. Bei jeder Etappe qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten für das Finale in der Frankfurter Festhalle. In Hagen gelang das Imo Pectore unter Mannschafts-Olympiasieger Frederic Wandres und Szechuan unter Dr. Annabel Frenzen. Es war eine sehr knappe Entscheidung, die Leistungsdichte der Louisdor-Kandidaten ist enorm. So lagen zwischen den ersten fünf Platzierten weniger als 1,4 Prozent in der Bewertung. Das könnte daraufhin deuten, dass auch bei Etappe zwei in Hamburg Zehntelprozente entscheiden werden…
Der Louisdor-Preis steht für Ausnahme-Dressurtalente und außergewöhnlichen Dressursport, er passt in Hamburg als optimale Ergänzung zu den Prüfungen der internationalen Drei- und Fünf-Sterne-Touren perfekt ins Programm. Und wer weiß, vielleicht geht in diesem Jahr schon einer der Kandidaten aus dem Louisdor-Preis 2025 in Hamburgs Großen Touren an den Start. Sprungbrett Louisdor-Preis – von der Anrecht-Investment Dressurarena in den internationalen Championatssport.